Schatz, dein Pamps ist fertig!!!


Nachdem die ersten beiden postopertiven Tagen so vielversprechend gut verlaufen sind, haben sich seit gestern nachmittag recht fiese Schmerzen eingestellt. Der Kieferchirurg meinte zwar, es sähe alles prima aus, ich könnte aber zwischendurch gern mal die Wände hochgehen.
Aber hey: Wer, wenn nicht ein Anästhesist könnte da Abhilfe schaffen?
Also eingeschmissen, was der Arztkoffer hergibt.
Joiii!
Und als Magenschutz gibt es Babborschmatz und Gläschenkost ab 4. Monat (je mehr ich von dem Zeug ausprobiere, desto geringer scheinen mir die Unterschiede zwischen den angeblich unterschiedlichen Gerichten. Was bin ich froh, dass ich meinen Gören so etwas nur im absoluten Notfall und wenn dann auch nur in reiner Gemüseform zugemutet habe. Wie soll sich denn bei einer solchen Säuglingskost so etwas wie ein Geschmacksempfinden entwickeln? Soll es wahrscheinlich auch gar nicht, wa?)
Ihr seht, ich feier hier gerade Party.
Nicht.
Aber das alles ist halb so schlimm, umsorgt mich doch der Huflaikhan mit Breichen und Füße knubbeln. Müsste ich hier ganz allein ausharren, ich stellte mir diese Nummer ziemlich ätzend vor.


52 Kommentare zu “Schatz, dein Pamps ist fertig!!!”

  1. Ich wünsche gute Genesung!

    Und Gläschen gehen gar nicht! Lass Dir doch was Schönes mit Bulgur und Gemüsematsch machen. Zum Magenschutz noch etwas Butter dazu. Und dann sollte es passen.

  2. Ähm, sollte ich jemals doch in die Situation geraten, dass meine Weisheitszähne operativ entfernt werden müssten, melde ich mich schon mal für die Zeit der Restitution bei Dir an. So von wegen „alles was der Arztkoffer hergibt“ … ich meine, mit einer privaten Anästhesistin an meiner Seite würde ich so einen Akt vielleicht vielleicht am Ende auch überleben. ;o)

    Wünsche abklingende Schmerzen, weitere Fortschritte der Genesung und dem Huflaikhan Geduld bei der Pflege und Ideenreichtum für evtl. Aufmunterungsaktionen.

  3. Ich habe dich vor Augen auf einem plüschigen Sofa liegend, auf dem Tischchen daneben eine Flasche Bourbon sowie einen Vorschlaghammer, die abwechselnd zur „Schmerztherapie“ eingesetzt werden. Sicher gemütlich! (Alles, alles Gute, ich laufe ein paar Meter an der Isar für dich mit, zur Entspannung.)

    Bisschen Lektüre zur Ablenkung? Das hier ist zwar eigentlich eine Gruselgeschichte („Wie die Klinik krank macht“), hat aber genau eine positive Passage, die mich sofort an dich und deine beruflichen Methoden denken ließ – du wirst sie finden.
    http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gesundheitssystem-wie-die-klinik-krank-macht-11760065.html

  4. Bourbon! Pfui Spinne! Single Malt Scotch rules. Aber der Vorschlaghammer ist gut.

    Wie muss ich mir Deinen Arztkoffer vorstellen? Eher so ein hausärztliches Hebammentäschlein oder doch der Notfallkoffer, wie ich ihn noch aus dem RTW kenne?

    Das ist halt der Vorteil, wenn man selbst Betäuber ist, hmja.
    Gute (und schnelle!) Besserung sei Dir gewünscht, viele Grüsse aus’m Garten :)

  5. Gute Besserung und leckere Briefchen wünsch ich dir. Gut dass du in deinen Koffer so einige Pillchen hast, die hoffentlich helfen. Bald ist alles wieder gut, bin ich sicher :-).

  6. das ist ja blöd… gute besserung! [bei mir war es damals so, daß ich dachte, daß die [leeren löcher der] frisch gezogenen weisheitszähne mucken würden, es dann aber nach langer und sehr schmerzhafter knobelphase [langes knobeln seitens meines zahnarztes und schmerzen bei mir -.-] der nächste zahn der reihe war, der lauthals nach einer wurzelbehandlung brüllte. shit happens, sozusagen. nur, falls es sowas bei dir auch sein könnte…]

  7. Komme gerade vom zahnärztlichen Notdienst, weil meine Maßnahmen nicht mehr ausreichend waren: Habe eine Wundinfektion bei Nahtdehiszenz (also eine der Nähte schließt die Wundhöhle nicht mehr richtig ab, so dass die Bakterien da Party feiern können).
    Bin ich also auch ein typisches Exemplar von im weitetsten Sinne „Kollegin“ bei der etwas schief geht. Hätte ich jetzt gut drauf verzichten können.
    (Das nächste Mal gebe ich meine Approbation an der Pforte ab – vielleicht klappt es dann bessern). *grmpf*

    Und danke für die guten Wünsche!!! (Sorry, dass ich das nicht gleich geschrieben habe. Stehe wohl etwas neben mir.)

  8. Eijeijei, aber leider ist das bei den Achtern nicht selten(Habe inzwischen keinen mehr). Die Dehiszenz kommt wegen der Entzündung. Das Ödem drängelt. Der Schmerz quält. Bis Abfluss naht. Wie heißt es im Spruch aus alter Werbung?: „Spüle mit Spüli!“
    Schluss mit Keimparty. Alles Gute. Es steht schon an der Tür.

  9. ubi pus ibi evacua
    Habe mir schon so etwas gedacht, als die Schmerzen so deutlich zugenommen haben. Ist ja auch nicht ganz keimfrei der Bezirk.
    Nun denn, schaun mer mal. Man muss ja alles mal mitgemacht haben. ;)

  10. Brrr, das klingt unschön. Hoffentlich geht’s Dir bald besser! Hau sie raus, die unwillkommenen Mitbewohner!

  11. Ach herrjeh, immer diese dummen Einzeller. Vielleicht hilf es ja, Almdudler zum Durchspülen zu benutzen. Als Bakterie würde ich bei drohendem Kontakt mit Almdudler in Panik flüchten (und jeder, der schon mal versehentlich einen tiefen Schluck Almdudler getrunken hat, kann das vermutlich nachvollziehen :-)

  12. Ja, die Einzeller habe ich – zumindest wohl zum größten Teil, wo sich einzelne von denen verstecken und ggf. den nächsten Aufstand planen, weiß man ja nie – entmietet. Allerdings liegt jetzt an der Stelle, an der mal der Weisheitszahn lag, der Unterkieferknochen frei in der Gegend rum. Dort war zwar gar keine Infektion, aber die junge Notzahnärztin hat so eifrig gespült, dass sie die beginnende Wundheilung gleich mit weggeputzt hat. Das tut nicht nur schweinemäßig weh, es wird auch Wochen dauern, bis das zugeheilt ist. Ging mir irgendwie schon mal besser, aber seit gestern gehe ich wieder arbeiten. (Alles was uns nicht tötet…..)

    Was aber viel schlimmer ist: Am Montag hat es den Hufi hochfieberhaft in die Seile geschmissen. Er konnte gerade noch einer Einweisung in die Klinik entgehen. Weiß auch nicht, was wir hier gerade für ein Karma am Start haben.

  13. Oh nein! Was für ein Albtraum! Und Sie gehen schon wieder arbeiten????? Ich bin entsetzt. Mit solchen Zahnsachen ist wirklich nicht zu spaßen. Dass wissen Sie ja als Ärztin hoffentlich, oder?? Es ist Ihre Gesundheit, die Sie da riskierst, wenn Sie zu früh wieder loslegen.

    Und der Hufi?? Hochfiebernd? Wer pflegt ihn denn jetzt – wenn Sie arbeiten? Oder hat er soviel Pamps gekocht, dass er davon jetzt noch zehren kann?

    Gute Besserung allerseits … und überlegen Sie nochmal, ob das mit dem jetzt schon arbeiten wirklich so eine gute Idee ist!

  14. Danke Liisa!
    Jetzt ist ja erstmal Wochenende, da muss ich nicht arbeiten.
    Ja, wir haben uns hier quasi im gegenseitig pflegen abgelöst. Am Dienstag hingen wir beide so dermaßen in den Seilen, dass wir sehr sehr froh waren, unseren Hundemeister (den J.) zu haben, der das Frollein quasi auf Notruf und ganz leise hier abholte und deutlich später als gewöhnlich wieder zurück brachte – wir hätten beide keinen Spaziergang mit dem armen Viechlein machen können und die Kinder waren ja in der Schule.
    Mittlerweile hat das Antibiotikum beim Huf die Infektion im Griff und er kann schon wieder einigermaßen geradeaus gehen. Einigermaßen, weil er sich auch noch den Rücken irgendwie blockiert hat.
    Isch kann Dir saren! Langweilig wirds hier gerade nicht. (Und Tochterkind hat momentan auch noch einen Auftritt nach dem anderen, fliegt am nächsten Wochenende mit der BigBand nach Madagaskar und flitzt morgen nochmal eben zu einem Casting (falls Du einen Daumen zum Drücken frei haben solltest wäre das ganz ganz toll :) ), der Große geht am nächsten Wochenende mit seinem Bio-Leistungskurs auf Segeltour und bei allem muss Muttern (also icke) ja auch noch mit organisieren helfen. Irgendwie bin ich urlaubsreif – aber leider ist kein Urlaub in Sicht. *schnief*)

  15. ach je, dabei weiß doch jeder dass man zum ausheilen Ruhe braucht!
    Liebe Grüße und beste Genesungswünsche an die Altertümer und viel Spass an das junge Gemüse.

  16. Eijeijei, da habt Ihr, auf gut Deutsch gesagt, aber mächtig in die Sch… gegriffen.
    Da bin ich mit meiner am Donnerstag passierten Kleinzeh-Fraktur ja noch richtig gut dran!

    Wünsche der Pepa und dem Huf baldige gute Besserung, und lass die Kiddings auch mal selbst ein wenig organisieren, die sind schon gross und können ’ne ganze Menge, davon bin ich überzeugt.

  17. Da kommt man mit dem Wünschen ja nicht mehr nach. Aber da sieht so aus, als ob die Eltern nach kräftezehrender Aufzucht ihrer Jungen sich ächzend nach Reko sehnen, während die super geratenen Jungvögel sensationelle Flugversuche unternehmen. Madagskar. Biosegeln. Tss. Wenn das kein Grund zur Freude ist! Herzliche Grüße in den legendären Wald( mit seinem J.- was für´n Glück))
    P.S. Stufenlagerung und Bewegung für den Rücken des Huf. Und Wärme. Physio im Hausbesuch.

  18. Werde selbstverständlich die Daumen für Töchterchens Casting drücken. Madagaskar wird bestimmt auch toll. Und der Sohnemann? Bio-Leistungskurs der Segeln geht? Auch nicht schlecht! Soviel organisatorisches wie früher bleibt da für Dich sicher nicht mehr zu tun. Die lieben „Kleinen“ sind doch inzwischen schon recht groß!

    Vorrangig aber wünsche ich Euch erstmal wieder gute Besserung. Lasst es ruhig angehen, wengistens jetzt am Wochenende!

  19. Danke Euch, es geht uns Alten stückchenweise besser.
    Soviel besser, dass wir gerade das Tochterkind zum Casting (wir nannten das früher „Vorspiel“) begleitet haben. Also wir haben sie lediglich an der Hochschule rausgeworfen und wieder abgeholt und sind in der Zwischenzeit im Rentnertempo am Gendarmenmarkt rumgeschlichen.
    (Und vor der Humboldt-Uni, wo es die Stände mit dem Antiquariat gibt….

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    War wohl sehr entspannt, die ganze Angelegenheit – Tochterkind kam jedenfalls strahlend wieder raus. Ob sie eine Chance hat mit ihren 16 Jahren und gerade mal vier Jahren Spielpraxis genommen zu werden, wissen wir nicht, es haben außer ihr wohl hauptsächlich Leute vorgespielt, die bereits Musik studieren. Alles Männer übrigens, bis auf ein weitere junge Frau. Ist aber auch letztlich egal, denn sie hat das primär gemacht, um die Vorspielsituation in großen Rahmen zu üben und hey, sie hat sich ganz allein dafür entschieden, sich allein angemeldet, ist super durchgekommen und hatte auch noch Spaß dabei. So muss das sein! :)

    Ja doch, die beiden Gören sind flügge genug, um ihre Koffer selbst zu packen – machen sie auch. Im Falle Madagaskar bin ich aber zentral für die medizinische Vorbereitung zuständig – und das fing damit an, dem Lehrer und seiner Gattin erklären zu müssen, dass es sich bei diesem Land NICHT UM DIE TROPENHALLE EINES ZOOS HANDELT! Und dass man sich da so doofe Krankheiten wie Malaria und Bilharziose holen kann und so. Und dass da im Zweifel auch nicht die Feuerwehr und der Notarzt in 15 Minuten vor der Tür stehen, wa? Kann man ja auch nicht wissen, diese Details verschweigt ja schließlich auch der Film
    Am nächsten Sonntag fliegen sie jedenfalls und ich bin erst wieder entspannt, wenn sie zwei Wochen später heile hier wieder angekommen sind!
    Jetzt muss noch schnell die etwas größere „Reiseapotheke“ für alle zusammengepackt werden, denn so ganz ohne fahren die mir nicht los!

    (Und danke für die Rücken-Tipps, liebe Carodame. Das mit dem Stufenbett hatte ich irgendwie gar nicht mehr auf dem Plan, werde ich für eventuelle Rückfälle im Hinterkopf behalten. Mit ausreichend Schmerzmittel, Wärme und Bewegung ist alles wieder weitgehend ins Lot gekommen. Wie das immer so ist, wenn es an der einen Ecke klemmt, kommen die anderen Zipperlein meist locker hinterher.)

  20. Einer muss es fragen, ich opfere mich mal. Ist das Spielen dieses Lieds http://de.wikibooks.org/wiki/Liederbuch:_Wir_lagen_vor_Madagaskar in Madagaskar politisch korrekt?

    Und an den Hufi: Das mit dem Rücken ernst nehmen, auch wenn die Schmerzen erst mal weg sind. Dann geht es noch, regelmäßig ernsthaft Rückentraining zu betreiben. Irgendwann geht es nicht mehr, und dann wünscht man sich, man hätte vorher trainiert. Die Pepa hat sicher so lustige Anatomiebücher mit Bildern drin was alles schiefgehen kann.

  21. alles ansichtssache. als ich auf den kanaren meine erste afrikanische schabe sah, rief ich freudestrahlend:“sieh mal, was für ein schöööööner käfer“.
    die freude hat sich schnell relativiert :-)

  22. Zwischen all den Konzerten, die sie auf Madagaskar geben werden, sind sie an einem Tag und in einer Nacht in einem der Nationalparks unterwegs. Da gibt es nicht nur Schaben und Mücken (mit und ohne Malariaerreger), sondern auch riesige Blutegel. Und zwar überall, weil es dort extrem feucht ist.
    Ein Erlebnis wird das allemal – ob es eines wird, was man unbedingt haben muss, wird sich zeigen…

  23. Hi, ich wollte kurz zwischenfunken, danke auch für Genesungswünsche in meine Richtung. @Erwin: Ich erledige das Problem immer auf die gleiche Weise. Ich gehe in den nächsten besten Laden, kaufe mir ein paar frische Hemden und ein paar lecker Socken. Fertich. Das letzte mal war das vor etwa 13 Jahren. (So sahen die Hemden dann auch aus …)

    Herzlichen Dank in die Runde. Es geht mir besser. Den Rest lege ich des Arztes Hand.

  24. Hemden und lecker Socken kaufen gegen Rückenschmerzen. Ja ne, is klar.

    Durchsage für Frau Dr. Pepa, Durchsage für Frau Dr. Pepa: Bitte Medikamentation des Patienten in Zimmer 3 kontrollieren. Bitte Medikamentation des Patienten in Zimmer 3 kontrollieren. Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitshinweise.

  25. Es ist schon viel gesagt worden, aber auch von mir nochmal euch beiden alles Gute und v.a. gutes Wieder-Auf-die-Beine-Kommen (der Patient in Zimmer 3?).

    Immerhin betreiben Sie beide ja was Ernsthaftes zur Genesung: Sie fotografieren … ;-)

  26. Vor allem ist es sinnvoll sich vorab zu informieren, gegen welche Malaria-Prophylaxe-Medis schon Resistenzen bekannt sind und in welchen Landesteilen. Sonst nutzt nämlich die ganze Prophylaxe nix.

    Das Foto vom Hufi ist sowas von grandios. Der Gentleman von heute mit seinem liebsten Hobby, dem Kräutergarten … hat was sehr britisches! ;o)

  27. Erwin, der Patient von Zimmer 3 staubsaugt gerade. Der hört grad nix….

    Danke Frau Indica, Fotografieren ist, wenn schon keine Therapie, so doch immer noch die effektivste Ablenkung. (Auch wenn ich gestern aus Perspektivgründen meinen Kopf etwas zu weit habe nach unten hängen lassen. Gab nette Puckerschmerzen in der Weisheitszahnhöhle beim Wiederaufrichten.)

    Ja Liisa, das mit den Resistenzen habe ich versucht abzuklären (Tropeninstitut, Reisemediziner, madagassische Botschaft). Alle raten zu Malarone, die madagassische Botschaft auch zu Lariam.
    Im Hochland Madagaskars soll das Malaria-Risiko im dortigen Winter relativ gering sein. Was die meisten Reiseteilnehmer dazu veranlasst, auf die Prophylaxe ganz zu verzichten. Auf Moskitonetze gleich auch, weil die kosten Geld (dass die ganze Fahrt absurd teuer ist und die paar Euronen für ein Moskitonetz nun auch nicht mehr der Kohl fett machen, scheinen viele nicht auf dem Plan zu haben. Auch nicht, dass die Band nicht nur im Hochland unterwegs sein wird. Wir mit unserer Hochleistungsmedizin können ja schließlich alles und dass einige der Schüler, die ihr Abi schon in der Tasche haben, im Anschluss durch die Weltgeschichte touren werden, wo im Zweifelsfall nicht mal eine auch nur ansatzweise adäquate medizinische Versorgung greifbar ist, darüber machen sich auch nur solche Spaßbremsen, wie ich eine bin ’n Kopp.
    BOAH, Du glaubst gar nicht, was ich in diesem Kontext schon für Nerven gelassen habe. Bis hin zur Auseinandersetzung mit der Gattin des Lehrers, die als weibliche Begleitperson mitfahren wird (#familienausflug) und irgendwas mit „Design“ macht (#hausfrau) , die mir allen Ernstes und richtig böse erklärte, sie sei aufgrund ihrer Mutterschaft ausreichend qualifiziert, die medizinische Versorgung der zum großen Teil minderjährigen Schülerinnen und Schüler vor Ort zu übernehmen. Sie würde denen dann einen Tee kochen….(Ja nee, is klar. Mittel erster Wahl bei Typhus, Malaria & Co). Bis vor kurzem war übrigens auch noch nicht klar, wie die Instrumente nach Madagaskar kommen. Ich meine, ist ja vollkommen nebensächlich dieses Detail…(können ja auch singen ;-)))))
    (Merkste, ich darf gar nicht anfangen, über dieses Thema zu schreiben. Zum einen laber ich Euch dann alle voll, zum anderen steigt mein Blutdruck in ungeahnte Höhen!)

    Der Hufi ist ganz groß unter die Gärtner gegangen. Hat hier bepflanzt, was das Zeug hält. Vermutlich hat er sich da auch seinen Rücken geholt.
    „Britisch“ :-))) stimmt!

  28. Man soll ja eigentlich niemandem was Böses wünschen aber wer so blauäugig und naiv an das Thema Malaria herangeht und gleich noch meint auch die Verantwortung für jede Menge mitreisender Teenager übernehmen zu können, den sollte vielleicht doch eine kleine verseuchte Mücke stechen. Eine voll ausgewachsene Malaria unter fremdem Himmel, weit weg von der sonst gewohnten ärztlichen Betreuung, kann zu tiefgreifenden Einsichten führen. Ich hab damals in Tansania trotz Prophylaxe eine Malaria gefangen – Trip in andere Region, dort andere Mücken, sprich nicht die richtige Prophylaxe und oups, da war sie die Malaria. Dumm nur, dass der einzige Arzt in halbwegs erreichbarer Nähe ewig nicht auf Malaria getippt und getestet hat, weil „es gab ja Prophylaxe“. Ich musste erst halbtot sein, bis er dann doch auf Malaria getestet hat … ich habe Jahre gebraucht, mich halbwegs davon zu erholen. Zum Glück hab ich inzwischen Ruhe … Malaria darf wirklich nicht unterschätzt werden! Also gut, dass Du wenigstens Deine Tochter entsprechend instruierst und ausrüstest.

    So so, Tee, will die holde Lehrergattin den malaria-fiebernden Schülern dann reichen. Vielleicht auch einfach nur ein bisschen Bitter Lemon erwärmen, so von wegen Chinin und so. ;o)))

    Aber ich will Deinen Blutdruck nicht noch weiter in ungeahnte Höhen treiben. Wünsche einfach einen ruhigen und möglichst schmerzfreien Abend, erholsamen und ungestörten Schlaf in der Nacht und bitte bestellen Sie dem Gentleman doch mal besondere Grüße – so von Kräutergärtnerin zu Kräutergärtner. :)

  29. Au weia, Du Arme! Klingt nicht wirklich angenehm. Ich habe bisher nur einmal im Notdienst einen Patienten erlebt, den ich mit Verdacht auf Malaria in eine entsprechende Klinik eingewiesen habe (Anamnese und klinisches Bild passten einfach) und dem ging es alles andere als gut.

    Hihi, Bitter Lemon erwärmen. Aber nur gaaaanz stark verdünnt! ;-)))))
    Oh ja, die holde Lehrergattin ist sehr, wie soll ich sagen, von sich selbst und ihre Fähigkeiten überzeugt. Sie kann ja nicht nur Medizin ganz einfach so ohne alles, sie designt auch seit mehreren Jahren an einer Website für den Fachbereich rum. Sie hat nur leider auch davon keine Ahnung und das Ding wird vermutlich niemals nicht fertig werden. (Neulich hat der Huf, als er „mal eben drübergucken“ sollte über den Entwurf, eine Krise bekommen und ein freundliches: „MachenSe einfach ’n pdf draus!“ zurückgerotzmailt. Er ist bis jetzt nicht wieder gefragt worden. ;-) ) Und neuerdings fotografiert sie die Konzerte, weil, was die doofe Tante pepa kann, kann ja wohl nicht so schwer sein, wa? Bisher werden die Fotos eisern unter Verschluss gehalten…
    Ich muss auch immer sehr an mich halten, nicht auf böse Gedanken zu kommen – aber bei soviel Blödheit und Arroganz ist das manchmal nicht ganz einfach. ;-)

    Der Kräutergartengentleman ist erst ganz aktuell auf das Kräutergärtnern gekommen. Bislang war ich immer diejenige, die beim Gärtner oder auf dem Markt die essbaren Pflanzen eingepackt hat, während der Huf die dekorativen, aber ungenießbaren angeschleppte. Am vorletzten Wochenende hat er laaange vor einer Kräuterspirale mit etwa 1 Meter Durchmesser gestanden und gemeint, die wäre ja wohl was für unseren Vorgarten. Blöderweise haben wir keinen Zaun, dort im Vorgarten und einige Hunde haben ihn schon im Vorbeigehen als ihr neues Revier markiert. Also nicht so ganz der richtige Standort für Pflanzen, die man auf den eigenen Teller packen möchte. (Außerdem würde so ein Teil in unserem Mini-Vorgarten eher wie ein gestrandetes Ufo aussehen – aber das ist nicht so entscheidend.)

  30. Nein, das war wirklich nicht angenehm. Ich bin fast draufgegangen und quasi in letzter Minute ausgeflogen worden – ich war ja fern jeder Zivilisation. Ich weiß noch wie ich einen Abend kurz aus einem Fieberschub auftauchte und ganz im Ernst dachte, das war’s jetzt. Ich werde hier in Afrika sterben und keinen von denen, die mir nahestehen jemals wiedersehen. Ich weiß noch, dass ich durch die Öffnung in der Wand nach draußen geschaut habe und da stand der Mond am Himmel und auf den Hügeln rundum loderten die Feuer und die Trommeln wurden geschlagen und ich hab gedacht, wie eine Szene aus einem Hollywoodfilm. Sehr surreal das ganze, dann hat mich das Fieber wieder verschluckt. Überlebt hab ich dann wie gesagt doch aber eben gerade so und es hat ewig gedauert, bis ich wenigstens halbwegs wieder auf dem Stand von vorher war. D.h. meine alte Kraft und Energie hab ich danach nie wieder ganz erreicht.

    Ich bin auch erst hier am neuen Wohnort auf das Kräutergärtnern gekommen und auch nur in ganz kleinem Umfang aber immerhin. Der erste Rosmarin trocknet schon an der frischen Luft, der Zitronenthymian muss demnächst geschnitten werden, der Schmetterlingslavendel blüht gerade sehr schön und die anderen Kräuterchen entwickeln sich soweit auch recht gut. Ich frag mich nur, wohin am Ende mit all den Kräuterchen. Soviel können wir ja gar nicht essen … oder? ;o) Auf jeden Fall weiß ich jetzt ja, an wen ich mich wenden kann, wenn Fachfragen aufkommen! :)

  31. Da schaut man einmal nicht rein: Jetzt werden’S aber endlich mal gesund, Sie durchseuchtes Volk da. Sich Sorgen machen ist schon mal gar nicht gesund. Am Bett festbinden sollte man Sie, alle miteinander.

  32. Liisa, da bin aber echt froh, dass Du damals die Kurve noch gekriegt hast. Du lieber Himmel, was für ein Alptraum!
    Ich habe denen in einer extra Elternversammlung einen Vortrag gehalten, über all die Gefahren, die einem in diesem Land begegnen können. (Das sollte ich ja zuerst nicht machen, weil, da könnte ja der eine oder andere Angst bekommen und dann nicht mitfahren wollen. Da riskieren wir dann doch lieber, dass sich einer z.B. ’ne Malaria einfängt…)
    Haben auch alle brav zugehört – aber einige scheinen immer noch nicht ganz begriffen zu haben, dass es sinnvoll ist, sich vorher zu überlegen, was man in einem Notfall so anstellt, anstatt im Notfall in Panik im Kreis zu rennen.
    Immerhin haben ich es geschafft, dass jetzt eine madagassische Ärztin die Kinder begleitet. Die entsprechenden Medis werden wir mitgeben und dann hoffen wir mal einfach das Beste. So. :)

    Ach liebe Kaltmamsell, Du hast einfach nur Recht!
    Manchmal denke ich, ich bin auch nicht besser als meine Gören, damals im Kleinkindalter, als sie, sobald das Fieberzäpfchen drin war, auch sofort aus ihren Betten aufgesprungen und durch die Wohnung gerannt sind. Egal ob sie vorher noch um die 40° fieberten oder die Ohren entzündet dicht waren oder die Mandeln sich in der Mitte des Rachens trafen.
    Morgen abend muss ich aber wirklich wieder fit sein.
    Da spielt Tochterkind mit ihrer (kleinen, nicht der Big) Band zum ersten Mal in einem Jazzclub. Da MUSS ICH DOCH HIN!

  33. Liisa hat noch was wichtiges angemerkt „ausgeflogen werden“. Ich gehe davon aus, dass Tochterkind eine Auslandskrankenversicherung bekommen hat, die solche Leistungen im Notfall, besser noch sogar schon wenn nur sinnvoll oder vertretbar, abdeckt? Wenn nicht, dann aber mal husch husch schnell im Internet für ein paar Euro bei einem renommierten Versicherungskonzern der eigenen Wahl eine abschließen.

    Zum Patienten in Zimmer Nr. 3. Ich verstehe immer noch nicht, was Hemd und lecker Socken … aber in meine Alter muss ich nicht mehr alles verstehen. Die Jugend von heute ist nun mal so.

  34. Ja, eine Auslandskrankenversicherung mit „Ausflug“ hat Tochterkind (und ich hoffe mal, die meisten anderen nun auch, nachdem wir das auf diversen Elternversammlungen ausführlichst abgehandelt haben). Das mit dem Ausfliegen, quasi auf Wunsch, haben einige Versicherer außen drauf stehen, wenn man allerdings näher nachfragt, dann machen die das auch nur nach Rücksprache mit einem Arzt, der dort vor Ort die Indikation stellt.
    Ich hoffe da mal sehr auf die begleitende madagassische Ärztin, die die Strukturen vor Ort einfach am besten kennt.
    (Aber danke für den Hinweis – man vergisst so etwas wirklich schnell mal. Und ich bin fast sicher, dass ich auch wirklich irgendetwas nicht bedacht habe, auch wenn ich das alles schon mindestens zweihundertmal im Kopf rumgewälzt habe.)

    Auch dazu gab es übrigens Diskussionen mit der Lehrersgattin, die einfach nicht verstehen wollte, was denn der Unterschied zwischen einer Krankenversicherung, wie man sie hierzulande ohnehin hat und einer Auslandskrankenversicherung ist.

    Der Patient von Zimmer 3 – nun ja – nach JAHREN musste der sich mal wieder ein weißes Hemd für einen sehr offiziellen Anlass zulegen. Das letzte Mal hat er das vor 13 Jahren gemacht und da hat er auch einen Hexenschuss bekommen. So habe ich die Geschichte jedenfalls verstanden. Kann mich auch irren. #kausalitätskette ;-)

  35. Marion, ja. Ich bin erst entspannt, wenn meine Maus hier wieder gesund und wohlbehalten angelandet ist. (Oder meintest Du die Weiße-Hemd-Geschichte?)

    Ach, liebe Frau Klugscheisser. So im Nachhinein empfinde ich ja noch viel mehr Respekt ob Ihrer doppelseitigen Extraktionsgeschichte! Himmel!
    Die nachträgliche Besserung kann ich noch gut gebrauchen – der frei liegende Unterkieferknochen (bzw. das luftige große Loch, das der Zahn hinterlassen hat und das eigentlich schon längst wieder verschwunden sein sollte) wird mich noch eine Weile beschäftigen. Den Kieferchirurgen auch, denn der friemelt da alle paar Tage einen neuen Gazestreifen rein – noch passt ganz gut was rein in die Alveolitis. (Kollegin betritt vorhin den Raum, in dem ich arbeite, schnofelt in der Luft rum und meint: „Bah, das stinkt hier aber nach Zahnarzt!“)

    OT: Tochterkind ist, nachdem sie erst aufgrund ihres Alters eine Absage bekommen hat, nun doch in das Orchester aufgenommen worden, für das sie am Sonntag vorgespielt hat. Sie fanden sie wohl alle ziemlich klasse, wollen sie weiter ausbilden und machen jetzt eine Jugendsection auf. (Es soll da u.a. noch einen phantastischen 13-jährigen Pianisten gegeben habe.)
    YEAH!
    (Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich unheimlich stolz bin auf meine Gören? ;) )

  36. Glückwunsch an die stolze Mama und Glückwunsch an das Tochterkind! War ja andererseits irgendwie klar, dass sie die mit ihrem Talent aus den Socken haut, oder? ;o)

    Und heute hattet Ihr dann hoffentlich einen tollen Abend im Jazzclub! :)

  37. Herzliche Glückwünsche!!!!
    Da kann man auch nur stolz sein, auf die ganze Bande :-)

    Und ich meinte natürlich die Lehrersgattin, die weiße-Hemd-Geschichte fand ich nicht so sehr ungewöhnlich *g*

  38. Oh welch grossartige Nachrichten für’s Tochterkind – meinen herzlichsten Glückwunsch!

    Jazz finde ich ganz grossartig, weil es das Gedankenkarussell (zumindest meines) entschleunigen kann. Und musikalisch bin ick ja ooch, weil icke weeß, wie man ’ne Stereoanlage einschaltet ;-)

  39. Danke Euch!
    Ja, wir hatten gestern einen tollen Abend – auch wenn wir nach dem ersten Set gegangen sind, weil wir beide noch nicht so ganz auf den Füßen sind. Sie haben den Saal (na gut, die Bar, Saal kann man das nicht nennen) gerockt. Aber sowas von. :)

    Und NARANA!!! Du bist ja wohl die Allergroßartigste!
    DANKE!!!! :)
    Sohnkind ist entzückt und läuft stolz wie Bolle mit Horn am Gürtel durch die Butze.
    Wir stehen tief in Deiner Schuld (sag uns doch bitte, wie tief, okay?).

  40. Hm, lass mich überlegen…. knietief? Nee.
    Knöcheltief? Ooch nich‘.
    Der halbe grosse Zeh, würde ich sagen.

    Es war mir ein Vergnügen und ich hoffe, Sohnkind hat viel Spass daran und damit :-)
    Immerhin habe ich ja den für Euch angedachten Met schändlicherweise – aber nur und ausschliesslich als Analgetikum, näch? – selbst getrunken.
    Ich bin ein schlechter Mensch *kicher*.

    Mach doch mal ein Foto vom „gehörnten Bein“?

  41. Erwin super! Vielen Dank!!! :)

    Narana, Du bist die Größte!!! Dankeschön. :)
    Das Foto machen wir – muss den Großen nur noch einfangen (ist ja andauern unterwegs, der Kerl!) ;-)
    Met als Analgetikum ist zielführend. In jedem Fall.

    Das Konzert vom Mittwoch kann man übrigens hier nachhören http://soundcloud.com/functionfiction

    Die Sängerin ist übrigens ganz kurzfristig eingesprungen. Was bei dem Repertoire nicht gerade einfach ist, denn alle Stücke sind selbst komponiert und es gab weder Noten noch niedergeschriebenen Text.

    (Der Posaunist war irgendwie mächtig aufgeregt, deshalb die teilweise etwas, ähem, klappernden Einsätze der Bläser.)

    Und Fotos gibt es wie immer hier: http://hupe.urteilskraft.de/start/2012/06/08/functionjunction/

  42. Solange die Wundhöhle kein Echo wirft, ist noch alles in Butter. :)

    Um mal ein bischen abzulenken (und weil der Hunde-Content hier so nachgelassen hat); wir waren am Sonntag auf dem Sommerfest unseres örtlichen Tierheims. Und von denen da hätte ich am liebsten eine eingesteckt, wüsste ich nicht Dank pepa, wie kapriziös Malinois sein können: http://www.tierheim-spreng.de/con/cms/front_content.php?idcat=42&idart=2697

    Die 2. Dame von unten hat mir übrigens den ganzen Arm zerkratzt, dieser Racker!

  43. Haaach! Diese süßen Nasen hatte ich neulich schon durch Zufall entdeckt….
    ….und auch den spontanen Impuls verspürt, sofort loszufahren und wenigstens eins von den Malimädchen zu adoptieren.
    Sind die in echt auch so knuffig (ich meine, wenn sie nicht gerade Arme zerkratzen).

    Einzig der doch recht weite Weg und mein momentaner Zustand haben mich spontan schwerst davon abgehalten. Außerdem wäre das zumindest mit sehr viel Arbeit verbunden, so einen Wirbelwind hier zu integrieren – wo wir doch gerade mal unseren Bonsaimali weitgehend zur Ruhe gebracht haben (was nicht heißt, dass sie nicht auch binnen Millisekunden wieder hochdrehen kann und mit so einer kleinen Hummel im Team würde sie das sicher auch machen.)
    Warum sind die kleinen Damen eigentlich im Tierheim?

    Die Wundhöhle höhlt so vor sich hin, das wird noch dauern. Echo hatte ich noch nicht, dafür ab und zu so ’ne Art Tinnitus – liegt halt alles recht nah beieinander (rede ich mir zumindest ein, damit ich nicht zum nächsten Fachkollegen rennen muss….;-) )