Wechselmodus


Nach langen Bahnfahrten, zähen Verhandlungen und harter Überzeugungsarbeit in Fachlichkeit und Logik, sich in entspannender Visualität treiben lassen.

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Keine Dienstreise mehr ohne die kleine Kuh und ohne zumindest ein Foto vom abendlich-nächtlichen Hauptbahnhof.

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Da, wo es nach einem langen, anstrengenden 14-Stunden-Arbeitstag irgendwo tief im Westdeutschen dann endlich heimwärts ins Brandenburgische geht:

Uffem S-Bahnbahnsteig…

(Diese kleine Entspannungseinheit war bisher immer immens wichtig, denn zu Hause werden nicht etwa lässig – ein Glas Wein in der Hand, angenehme Musik in den Ohren – die Füße hochgelegt, nein! Zu Hause begrüßt mich mindestens eines der Kinder mit diesem gewissen, keinen Widerspruch duldenden „Du-wirst-doch-nicht-zulassen-dass-ich-die-Arbeit-verhaue-Blick“ und wedelt mir acht bis zehn eng mit wahlweise Englisch- oder Lateinvokabeln beschriebene Din A4-Seiten zwecks verschärfter Abfragung unter die Nase. Und Vokabeln abfragen geht immer, auch wenn man vor Müdigkeit selbst fast vom Stuhl fällt.)


14 Kommentare zu “Wechselmodus”

  1. Ob die allerdings an die Qualität einer Mutterabfrage rankommt, also ich meine, gleichzeitig Milch und Kekse auf den Tisch stellt? ;)

  2. stimmt, Vokabeln abfragen geht immer. Hier andere Sprachen, und mit Glas Wein (also in meiner Hand, nicht der des Kindes), ansonsten aber alles gleich, inkl. vom Stuhl kippen…

  3. Wie sich die Lebenswelten doch gleichen. :-)

    Richtig böse wird es immer erst, wenn man selbst kurz vorm Koma steht und dann eine Lernanfrage mit den Worten „sag‘ mal, du hattest doch auch Chemie-Leistungskurs / warst doch in der Schule in Mathe ziemlich gut / hattest doch mal in Physik ’ne eins“ oder so beginnt und man dann verschollene Welten reaktivieren muss. Du lieber Himmel!

    Aber dann denke ich mir immer, wie lange habe ich sie denn überhaupt noch hier? Ein, zwei Jahre?

  4. *kicher
    als ich in Ihrem ersten kommentar erst bis zu milch gelesen hatte, war ich gedanklich/visuell schon bei der mutterbrust angelangt…

    mir haben meine eltern auch immer bei den vokabeln geholfen. das war super. aber jetzt mal ehrlich: 14h? mit oder ohne fahrt? wie lange fahren Sie denn? hört sich echt anstrengend an.

  5. Ich dachte immer, das zweite Kind schafft man sich wegen gemeinsamen Lernübungen an, damit man selber nach langer Reise flugs die Füße hochlegen kann. Oder im Lightroom an den schönen Unterwegsaufnahmen zaubert. Nee? :-)) Sollten die dann ausfliegen, werden die noch oft genug zum Nest zurückkehren, keine Sorge…

  6. Ja, so war eigentlich der Plan, mit dem zweiten Kind. Mein klägliches Aufbegehren, das Tochterkind möge sich doch bitte vom Sohnkind vokabeltechnisch abfragen lassen, wurde mit einem „habe ich doch schon“ und dem Hinweis, dass der Herr Bruder die ausreichende Hingabe bezüglich dieser Tätigkeit vermissen lasse abgetan. Und ich war zu müde, um weitere Kämpfe auszufechten, das haben die schamlos ausgenutzt. ;)