Freibrief zum Geld drucken ?
Warum zahlen wir unsere Krankenversicherungsbeiträge eigentlich nicht direkt an die entsprechende Industrie? Das würde enorm Verwaltungskosten sparen. Und, mein Gott, bei Krankheit helfen doch auch Quarkwickel!
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3 Kommentare zu “Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz”
quarkwickel? nix neues, frau pepa, das wusste unsere gesundheitsministerin anno dunnemals auch:
Kdolskys neuer Reformvorstoß
Gesundheitsministerin Kdolsky (ÖVP) sieht Reformbedarf in der Betreuung der Patienten. Sie nimmt das niederländische Modell als Vorbild: mehr Gruppenpraxen und zumindest ein Arzt, der sieben Tage die Woche 24 Stunden am Tag erreichbar ist, dafür weniger Erstbetreuung in Spitalsambulanzen. Kdolsky: „Ein niedergelassener Arzt kann einen verstauchten Knöchel diagnostizieren. Da brauchen wir keinen Professor und drei Habilitierte, die dann sagen: ‚Legen Sie sich einen Topfen auf den Knöchel.’“
essigpatscherln sollen ja auch gut sein, und der hademar hat sicher noch ein rezept für hustensaft und ringelblumensalbe. sind eh zu viele leute auf der welt, und die werden noch zu alt.
hier der ganze orf.at-artikel aus dem märz 2007: copy-paste, solange es noch geht, wir haben ja ein neues orf-gesetz, man weiss ja nie:
Kein Professor für den „Topfen auf dem Knöchel“
Kdolsky will das niederländische Modell in Österreich forcieren.
Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) sieht Spar- und Effizienzsteigerungspotenziale im heimischen Gesundheitswesen. Kdolsky will die niedergelassenen Ärzte stärken und sie animieren, sich ähnlich wie in den Niederlanden zu Gruppenpraxen zusammenzuschließen, wie sie gegenüber Ö1 erwähnte.
Bei einer Ethiktagung zum Thema einer gerechten Verteilung knapper Gesundheitsressourcen skizzierte Kdolsky ihre Überlegungen – mehr dazu in oe1.ORF.at.
Zumindest einer immer erreichbar
In den Niederlanden, so die Ministerin, schlössen sich die Ärzte zu Gruppenpraxen zusammen, und zumindest einer von ihnen sei immer erreichbar. Das müsste man in Österreich forcieren. Dabei schwebt ihr vor, die niedergelassenen Ärzte gegenüber den Ambulanzen zu verstärken.
„Wenn ich den niedergelassenen Arzt aufwerte und die Patientinnen und Patienten möglichst wohnortnah betreuen lassen möchte, dann muss ich ihnen natürlich den Zugang verschaffen. Und das heißt für mich, die Ärztinnen und Ärzte müssen jeden Tag in der Woche 24 Stunden erreichbar sein“, so Kdolsky.
Dass man in Routineambulanzen gehe, sei eine Reaktion der Patienten auf weiße Flecken im niedergelassenen Facharzt- und Praktikabereich.
„Da brauch ich nicht drei Habilitierte“
„Es gibt hoch qualifizierte niedergelassene Ärzte, die sehr wohl in der Lage sind, einen geprellten Knöchel zu diagnostizieren. Da müssen nicht um 4.00 Uhr in der Früh zwei Professoren, drei Habilitierte dort stehen und sagen: ‚Legen Sie sich einen Topfen auf den Knöchel’“, so Kdolsky.
Scharfe Kritik des Hausärzteverbandes
Scharfe Kritik an Kdolsky kam vom Hausärzteverband. Dessen Präsident Christian Euler meinte, die Ministerin sollte zur Kenntnis nehmen, dass „in Österreich Bundesländer existieren, in denen der 24 Stunden erreichbare Allgemeinmediziner 365 Tage im Jahr existiert“.
Es sei natürlich nicht immer derselbe, aber pro Dienstsprengel sei immer ein Arzt über eine zentrale Rufnummer erreichbar und einsatzbereit.
„Kondom überstülpen“
In einer Aussendung des Hausärzteverbandes heißt es, „einmal mehr können wir zur Kenntnis nehmen, dass es keiner Habilitierten bedarf, um Topfen in die Gesundheitsdiskussion zu werfen“. Vor wenigen Tagen „begeisterte die Frau Bundesministerin die Öffentlichkeit mit einer Hand voll Präservativen. Frau Dr. Kdolsky sollte eines davon überstülpen, so ließe sich Topfen verhüten.“
Ein Vertreter der Ärztekammer hatte zuvor gemeint, man sei grundsätzlich für die Idee von Praxisgemeinschaften – allerdings seien dafür 1.000 zusätzliche Kassenverträge nötig.
»einmal mehr können wir zur Kenntnis nehmen, dass es keiner Habilitierten bedarf, um Topfen in die Gesundheitsdiskussion zu werfen«.
*muharharhar!!!*
Vielleicht sollte man mal eine Studie auflegen, über das ubiquitäre Vorkommen gesundheitspolitischer Milchprodukte.