Hauptsache die Fassade stimmt. Ein Trend, der durchaus auch hierzulande zu beobachten ist – nur und Gott sei Dank nicht in diesem Ausmaß.
(Danke für den Link, Kollegin Nellymami!)
Hauptsache die Fassade stimmt. Ein Trend, der durchaus auch hierzulande zu beobachten ist – nur und Gott sei Dank nicht in diesem Ausmaß.
(Danke für den Link, Kollegin Nellymami!)
6 Kommentare zu “Selbstdarstellungshilfe”
Einfach nur zum Kot***! Aber so ist das, wenn alles zum „event“ umfunktioniert wird. :((
Ja. Es fehlen einem die Worte.
Wir, ich sage jetzt mal nicht wer „wir“ sind, haben auch einen Mann vor Ort. Er schläft in einem Einmann Miniaturzelt am Ende einer Flughafen-Landebahn zwischen abgestellten Containern und schraubt tagtäglich 18 bis 20 Stunden an der technischen Infrastruktur für eine UN-Organisation.
Das ist natürlich nicht sexy, da gibt es keine Kamerateams und ein Event ist was anderes.
Was ich mich frage, weltweit gibt es doch Standesorganisationen von Ärzten. Warum nehmen sich die von diesen Doc-Hollywoods gestörten Ärzte nicht die Zeit bei den jeweils zuständigen Organisationen saftige Beschwerden einzureichen?
Genau Erwin, diese Hilfe ist nicht telegen genug (dafür wenigstens wirksam).
Und was die Ärzte angeht: Vermutlich sind sowohl die Patienten, deren Op-Saal durch einen solchen Vollidioten besetzt wurde schon verstorben und die Vollidioten ihrerseits bereits über alle Berge, ehe sie eine solche Beschwerde überhaupt erreichen würde. Und wenn ich es richtig verstehe, dann reisen die DocHollywoods auf private PR-Initiative und nicht im Namen einer Hilfsorganisation an.
Mal ganz abgesehen davon, dass man inmitten dieser Extrem-Notfallmedizin wohl wenig Neigung verspürt, Beschwerden einzureichen. Schon wenn man unter „normalen“ Umständen ein bis zwei polytraumatisierte Patienten in einer Rettungsstelle zu versorgen hat, hat man den Adrenalinspiegel irgendwio knapp unterhalb der Haarwurzeln und der Fokus ist extrem eng bei denen, deren Leben man zu retten versucht. Und das ist auch gut und richtig so.
unfassbar.
ich spende seit jahren nur noch für ärzte ohne grenzen, und als ich mal erfuhr, dass eine chirurgin, die mir „das leben gerettet hat“, also meine sekundäre wundheilung nach kaiserschnitt als hausärztin gesundgepflegt hat, in ihrer freizeit für „ärzte für die dritte welt“ in Indien und überall da, wo man hilfe braucht, herumrennt, weiß ich, wem man noch spenden kann. (und vor wem ich allerhöchste hochachtung habe sowieso)
Ja, bei denen ist die Spende gut aufgehoben. Die „Ärzte ohne Grenzen“ sind es wert. Absolut.