same procedure


Dass, wenn ich mal ein paar Tage Urlaub habe, mindestens ein Mitglied der Familie krank wird, das kenne ich ja schon. Ist ja auch irgendwie praktisch, dass sie warten bis ich Zeit habe.
Dass es diesmal gleich zwei* sind, finde ich allerdings etwas übertrieben.

Und dass der Huf alle Rekorde schlagen will, indem er locker innerhalb kürzester Zeit auf 40 Grad fiebert ebenso.

Ich gehe jetzt Hühersuppe kochen.
Mit Knoblauch.
Mit viel Knoblauch und Ingwer.
So.

(*Die zweite ist meine Mutter, die wacker ein Antibiotikum am Start hat – vom Hausarzt verschrieben… – gegen das sie bereits beim letzten Mal so heftig allergisch reagierte, dass sie blühte wie eine Blumenwiese im Hochsommer. Zum Glück hat sie mich angerufen, kurz bevor sie das Zeug eingeschmissen hat.)


8 Kommentare zu “same procedure”

  1. mit grossem vergnügen neulich festgestellt, dass mein hausarzt auswendig weiss dass ich penicillin vertrage, und meine mutter (die nie bei ihm in behandlung war und seit etlichen jahren zudem tot ist) darauf allergisch reagierte.

    auswendig weiss der das. ich fasste es nicht. obwohl ich dann wiederum genau wusste, warum ich bei diesem groben, sehr direkten, manchmal nachgeradezu unhöflichen menschen seit dreissig jahren in behandlung bin. und warum ich ihm blind vertraue. und warum ich heute schon weine wenn ich daran denke, dass er irgendwann in pension gehen wird. schluchz.

    gute besserung den patienten. und einen guten hausarzt erkennt man daran dass … siehe oben.

  2. Jawoll: So gehört sich das.
    Auch der Mitbewohner nahm sich mein freies Wochenende, um eine komische Darmgeschichte zu haben. Das Wochenende, an dem wir Samstagabend lang erfreuten Besuch hatten, für den begeistert mehrgängig gekocht wurde. Nun: Ravioliherstellung geht notfalls auch mit nur zwei Händen. Und er selbst hat, bevor er gegen 21 Uhr ins Bett verschwand, das Klo oft genug frei gemacht, dass es auch der Besuch mal nutzen konnte.

  3. Ach Du liebe Zeit! Und wer pflegt Dich, wenn Du mal krank wirst? Ich bin zwar (zum Glück noch) nicht krank, aber von Deiner Hühnersuppe würde ich auch einen Teller voll nehmen. :)) Wünsche den kranken Hühnchen gute Besserung und Dir ein stabiles Abwehrsystem!

  4. Frau Kelef, einen solchen Hausarzt hatten meine Eltern früher. Der war genauso alt wie meine Mutter, ist aber leider schon vor einigen Jahren verstorben. Danach kamen einige Jungmediziner, einer schlimmer als der andere. Meine Mutter will aber um keine Preis woanders hingehen und der jetzige Jungarzt hat den unschätzbaren Vorteil, jetzt hätte ich fast gesagt „leinenführig zu sein“.
    Er diskutiert nicht lange, wenn ich seine Therapie umstelle, sondern macht es einfach. Das ist der Kompromiss, den auch meine Mutter annehmen kann und da schaue ich dann mal großzügig darüber hinweg, dass er schon den Herzinfarkt der Guten im EKG übersehen hat (war ja nicht so schlimm, ich hatte Muttern ja begleitet und konnte den Bildschirm einsehen…) und auch wenn ich es nicht so prickelnd finde, die therapeutische Verantwortung für meine eigene Mutter zu tragen – es ist immer noch der schonendste Weg für die alte Dame.

    Liebe Kaltmamsell, das ist ja der Supergau schlechthin. Magen-Darm, wenn man Gäste zu bewirten hat. Mein tiefstes Beileid – Euch beiden.
    (Schließlich kann man seine Gäste doch nicht damit belästigen, dass man krank ist…
    …oder gerade kurz vor den Presswehen …)

    Liisa, wart mal, ich schicke mal ein paar Kellen Suppe durch die Leitung. Sie ist diesmal wirklich ziemlich gut geworden. Der Huf twittert schon wieder heimlich…

    Und ich selbst versuche durch Extremschneeschipping (heute schon zweimal die Straßenfront frei geschaufelt – vollkommen sinnloses Unterfangen, es schneit wie doll und verrückt weiter) und verschärftem Schneemannbauing (ja, ich habe gerade eben ganz allein im Garten einen Schneemann gebaut – spielt ja keiner mit mir hier inner Butze!) mein Immunsystem zu tunen. ;-)

  5. in Wirklichkeit niesen deine Leute sofort reflexartig, wenn sie mal wieder lust auf gute gute gute Suppe haben.

    Gute Besserung, nicht anstecken lassen und viel Spass im Schnee. (bei uns ist trauriges tauwetter)

  6. Hihi, vermutlich hast Du Recht.

    (Sohnkind gestern so (grinsend): „Vierzig Fieber??? Sag schon Huf, wo ist die Tasse mit dem heißen Tee, in die Du das Thermometer gesteckt hast, hm?“
    Ickeso: „Du meinst die Tasse Tee, die wir gerade auf der Stirn vom Huf gekocht haben?“)

    Bei uns taut’s auch. So richtig. Mit Dachlawinenabgang und so.

  7. Lass mal nachrechnen? Da bleiben noch zwei übrig, die auch krank werden könnten, nicht wahr?

    Gute Besserung den kranken Hühnern!