Merket!


Einen Sonntagskuchen bereits an einem Samstag zu backen, ist weder zweckmäßig noch zielführend, bäckt man doch an einem Samstag keinen Sonntags-, sondern einen Samstagskuchen,
und einen Samstagskuchen wiederum an einem Sonntag essen zu wollen kann nicht gelingen, verschwinden doch Samstagskuchen, wie schon ihr Name sagt, an Samstagen, so dass sie an Sonntagen gar nicht mehr existent sein können und zwar egal, wie weit fortgeschritten die Zeit gewesen sein mag, zu der man sie am Samstag gebacken hat.

*geht kopfschüttelnd in die Küche ab, um einen Sonntagskuchen zu backen*


7 Kommentare zu “Merket!”

  1. Wie alt musstest Du noch mal werden, um diese Kuchenrelativitätstheorie auszuposaunen?

    Natürlich können Samstagskuchen nicht Sonntagskuchen sein, schließlich müssen sie vorher durch das samstägliche schwarze Loch, weiß jedes kuchenbackende Kind. Echt!

  2. Es gibt allerdings ein winzigkleines Schlupfloch in diesem schwarzen Kuchenloch: Backen am späten Samstagabend. Hinter hermetisch verschlossenen Küchentüren, die keine Düfte durchlassen.

    Dieses Schlupfloch schließt sich allerdings in dem Moment, in dem die Kinder das Alter des samstagabendlichen Ausgehens erreichen, in den frühen Morgenstunden des Sonntags heimkehren, durchaus mit Appetit.

  3. Oh ja, nur leider…
    …unsere Küche ist so offen, offener geht es kaum. Sie geht direkt in den Wohnraum, aber auch ohne Tür ins Treppenhaus über. Kuchenduft verteilt sich also zügig über alle vier Etagen – zumindest so lange, bis die Wärmepumpe wieder gelüftet hat.*

    Und was das samstagabendliche Ausgehen angeht:
    Sohnkind hat es gestern dank Huflaikhanscher Internetzeitkürzungsandrohung geschafft bereits im 23:30 h nach Hause zu kommen (er, Sohnkind, hat in letzter Zeit die Technik perfektioniert, genau zu dem Zeitpunkt, an dem er gemäß Vereinbarung eigentlich zu Hause sein sollte anzurufen, um zu vermelden, dass der – Bus gerade weggefahren, – er noch die XY nach Haus begleiten müsste, – etc.pp., er jedenfalls „ein wenig später“ und so…) und eine halbe Stunde reicht locker aus, um einen Samstagskuchen nicht in einen Sonntagskuchen mutieren zu lassen…

    *q.e.d. – Sohnkind kommt gerade, strahlend wie ein Honigkuchenpferd, aus seinem Zimmer geschnüffelt: „Hmmm? Du bäckst noch einen Kuchen.“

  4. Das ist doch unabhängig vom Wochentag: wenn Kinder im Haus sind, hat frisch gebackener Kuchen keine lange Lebensdauer. Die Kinder sind uns im Erfinden von Erklärungen für dieses Phänomen immer voraus.

    Ein viel größeres Rätsel im Haushalt: wie schafft es die Waschmaschine, dass am Ende sämtliche Bettwäsche in einem einzigen Bezug steckt? ;-)

  5. Dass der Sohn pubärtiert, ist jetzt nicht in allen Belangen wirklich stark. . .

    Stefanolix, bei uns hängen dann auch immer noch die Socken mit in dem Bettbezug. Jeweils eine, die andere verschwindet auf misteriöse Art und Weise (Sockenmonster, ick saach immer: Sockenmonster. Minstens eins pro Waschmaschine).