Gerade beim Online-Buchdealer folgende Kundenrezension gelesen:
Mittlerweile blättert sogar meine Frau darin und ergattert sich die vielseitigen Ratschläge unter anderem für die Gartengestaltung und setzt diese auch erfolgreich um.
Nur kurz milde lächelnd den Kopf geschüttelt.
Das Buch trotzdem bestellt.
13 Kommentare zu “Emarzipanisiertes Heimwerkeln”
Ich liebe Amazon-Rezensionen, echt. Könnte man für mich auch als Buch rausbringen ,-)
Am liebsten habe ich die Monitortester – echt, das muss ein ganz eigener Sport sein, Monitore bestellen, bewerten und den nächsten bestellen. ,-)
Bei Loriot hieße es noch „Gattin“.
Garten?
Bei uns wurde es noch bis vor kurzem so genannt:
„Mamilade“
„Paparieren“
(Leider kann meine Tochter jetzt fast perfekt sprechen)
Oh, da muss ich mir doch glatt mal die Monitortexte anschauen!
Die Herren Heimwerker kann ich aber auch uneingeschränkt empfehlen – die Jungs sind einfach einsamen Spitze, was
ihre Schwanzvergleicheihr Ego angeht.Wobei den absoluten Vogel die Rezension eines „Do-it-yourself für Frauen“-Buches abschießt, ich zitiere.
*muharharhar* :-)))))
Marion, ich bin bei meinen Gören ein „Mamaratzi“ und der Hufner ist der „Paparatzi“ (wir wurden neulich mal wieder abkommandiert, auf einem Schul-Workshop zu fotografieren…)
Amazon-Rezensionen? Ihr müsst ja ganz viel Zeit haben ;-)
Und »Gattin« wird hier gern ironisch verwendet. Warum auch nicht? Schon das Wort erinnert daran, dass es heute viel besser ist als früher.
wau, das brauch ich auch. bitte poste den Titel. Ein Buch, das ein so hohes Niveau hat, dass sogar Frauen drin lesen. Demnächst gibt es dann noch ein Grillbuch für Frauen, lol.
Ich habe jetzt übrigens einen eigenen Buchladen, da kommt das dann direkt rein.
http://astore.amazon.de/finsonver-21
Lieben Gruß
die Kollegin
Stefanolix,
ich war jung und brauchte das Ge..die Amazon-Rezension habe ich in diesem speziellen Fall gelesen, weil ich in der Tat ein Heimwerker-Werk suchte, was mir weder detailiert den Wechsel eine Glühbirne nahe zu bringen sucht, noch den korrekten Einsatz eines Betonmischers.Dass es heute (in Puncto Gleichberechtigung in der Partnerschaft) viel besser sei – könnte es sein, dass Du da dem Irrtum der individuellen Betrachtung erliegst? Wenn ich mich so umschaue – und Du weißt, ich sehe viele Butzen und die Beziehungen, die daran gelebt werden von innen – dann sind wir gerade eher auf dem rückläufigen Tripp. Sogar in Familien, in denen die Frau ganz eindeutig der Hauptverdiener ist, hat der Mann das Sagen – weil er eben der Mann ist, und um Kinder und Haushalt kümmert er sich nur dann, wenn es ausdrücklich von ihm verlangt wird und dann auch nur mit der gnädigen Attitüde desjenigen, der sich herablässt ausnahmsweise einmal niedere Arbeiten zu verrichten. Zumindest muss man ihn in diesem Fall ausgiebig loben, ist dies alles doch so ganz und gar nicht seine Aufgabe. (Was nicht heißt, dass das Ganze nach außen nicht wie eine ganz toll gleichberechtigte Beziehung ausschaut, in der die Frau sich beruflich verwirklicht und so.)
Liebe Dokse, ich werde berichten, wenn ich das Buch in den Händen halte. Das Buch kann ja erstmal primär nix für die Deppen, die es lesen und so will ich ihm (dem Buch) eine Chance geben…
(...nämlich mir zu erklären, wie man einen Keller mit Fußbodenheizung, Fliesen und einer Trennwand ausstattet, öhm...;-) )Ich sehe die Tendenz eher (langsam) zum Besseren. Einfach aus den vielen Beobachtungen am Rande von Kinderspielplätzen, im Kindergarten und in der Schule. Mag natürlich sein, dass ich zu optimistisch bin und mich in 20 Jahren auch langsam daran gewöhnt habe.
Ich möchte noch kurz den Zusammenhang zitieren, in dem wir über Loriots »Gattin« scherzen, aus Karneval der Tiere:
Wobei »seine Gattin nämlich« im Original wirklich von oben herab kommt. Und jetzt stelle man sich das Zitat ohne »Gattin« vor: das geht nicht! Selbst »seine Freundin nämlich« würde nicht so gut funktionieren. Bewahren wir wenigstens die alten Worte.
Stefanolix, das was Du beschreibst steht nicht unbedingt in einem Gesatz zu dem, was ich meine. Wir leben in einer Zeit, in der Fassaden nicht nur gewahrt, sondern sorgfältig und unter Einsatz großer Energie aufgebaut werden, sind sie doch das primäre Merkmal, nach dem heuzutage ein Urteil gefällt wird und damit meine ich jetzt nicht nur den ausufernden Bodykult, sondern auch die Fassaden, die bezüglich des Lebenstils errichtet werden.
Das ist bei den einen das stylische Auto und die Designerwohnung, bei anderen ist es die vermeintlich intakte Familie und die fortschrittliche Beziehung. Dumm nur – und das ist nun wieder kein Spezifikum unserer Zeit, Falschmünzer, trojanische Pferde und potemkinsche Döfer gab es auch in früheren Zeiten bereits – dass der jeweilige Inhalt oftmals ganz anders aussieht.
(Zur Fassadigkeit unserer Zeit könnte ich mich hier noch sehr viel ausgiebiger auslassen, etwa darüber, dass in der Prüfung zum mittleren Schulabschluss, die mein Sohn gerade durchläuft, eine "Präsentation" einen recht großen Teil einnimmt. Selbst in der Schule geht es folglich nicht mehr so sehr um Inhalte, sondern um das Verticken wie auch immer gearteter heißer Luft. Ist aber ein doch noch etwas anderes Thema, ich schweife mal wieder ab.)Zurück zu den Beziehungen. Während in Paarungen, in denen der männliche Partner der Hauptverdiener ist und die Frau (fast hätte ich geschrieben „die Gattin“) einer weitgehend familienkompatiblen Teilzeittätigkeit nachgeht meist – zumindest in einigen Fällen – ganz gut zu klappen scheint (!)
(das ist ja mittlerweile so eine Art Qualitätszeichen in der zwischenfraulichen Kommunikation:, ist es in den Familien, in denen die Frau nicht nur den höheren beruflichen Status, sondern auch das deutlich höhere Einkommen hat, oftmals ziemlich problematisch. Wenn ich z.B. bei einer beruflich erfolgreichen Frau, Mutter dreier Kinder und mit Abstand Hauptverdienerin und Familienernährerin mitbekomme, wie sie sich vor ihrem im Vergleich, tschuldigung, Loser-Ehemann rechtfertigen muss, weil sie vermeintlich unnütz Geld ausgegeben hätte (es ging hier nicht etwas um dreißig Paar neue Schuhe, sondern um einen neuen Router und der Göttergatte hat nachweislich von Computern so viel Ahnung wie ein gemeiner Grottenmolch) dann kommt mir schon mal die Galle hoch.ManFrau muss, vermutlich um sich vollwertig zu fühlen, anderen Frauen gegenüber kundtun, dass sie auch einer Erwerbsarbeit nachgeht. Da fällt fast immer dann im Nebensatz so etwas wie: "neben dem Job..." oder "wenn ich von der Arbeit komme...". Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellt sich dann in mindestens 89% der Fälle heraus, dass es sich hierbei um eine Teilzeittätigkeit bzw. Geringbeschäftigung handelt, die oftmals lediglich zwei bis vier Stunden in der Woche umfasst. Was ich übrigens zunächst einmal überhaupt nicht schlimm finde, wenn es denn von der Frau auch so gewollt und nicht nur den Umständen geschuldet ist. Es fühlt sich nur so an, als wäre das eine der neuen Fassaden, die frau neben einer Topfigur aufzubauen gezwungen ist.)Das ist kein Einzelfall – ich höre in solchen Konstellation immer wieder: „Auweia, wenn das mein Mann hört.“ oder, noch absurder „Da muss ich erstmal meinen Mann fragen“.
Mag sein, dass ich für solche Konstellationen, die man den jeweiligen Vätern am Sandkastenrand ja nicht ansieht, eine besondere Antenne habe, habe ich doch selbst jahrelang in einer genau so gestrickten Beziehung gelebt. Nach außen waren wir die perfekte, moderne Familie! Innen herrschte der Patriarch….
…bis er es eindeutig zu weit getrieben hat und ich ihn vor die Tür gesetzt habe und das ist es, was ich hiermit allen Frauen in dieser Situation wärmstens empfehlen möchte. Und, Mädels, wartet nicht so lange, wie ich es getan habe.
Liebe Pepa,
hab hier jemanden sitzen, der hat noch einen Koffer in Berlin. Der kommt gerne, der kann alles. Ja lieber Ex-arztgatte, danke mal an dierser Stelle für all die Unterstützung beim Umbau. Im Moment verfugt und verfliesst er den Pool. Allerdings mit ohne Wasser drin.
Willste die FBH in Wasser oder elektrisch? Brauchste da noch WLAN? Sag einfach Bescheid, Wand in Trockenbau, paar Steckdosen und Lichtschalter drin?
Gruß und halt durch,
die Kollegindokse
Muss noch eine Anmerkung machen: irgendso eine Pharmabestückerjobfirma suchte qualifiziertes Personal für Studienmonitoring: Teilzeitjob für Mutter mit Kindern bestens geeignet.
Ich hab dem direkt einen gepustet, von wegen AGG. Am nächsten Tag war der Text geändert. Soweit kommt es noch, dass qualifizierte Frauen sich unter dem Deckmäntelchen, es ist nur ein Teilzeitjob unter Tarif wegschmeissen.
(Das der Job dann doch unter Tarif an eine Frau geht, sei dahingestellt.)
Wirklich, liebe Dokse ? :-)
Das würde er machen? Das wäre ja sowas von unglaublich klasse!
Ich würde sehr sehr gern darauf zurück kommen, wenn ich Zugang zu dem Keller bekommen habe (noch gehört mir das Terrain nicht….
…aber hoffentlich bald! ;-) )
(FBH in elektrisch denke ich – soll nur ggf, zugeschaltet werden können. Der Rest des Hauses wird mittels Luftwärmepumpe beheizt. Die Wand, da reicht Rigips, der Teil des Kellers dahinter soll weiter als Vorratsraum genutzt werden. Aber wie gesagt, noch darf ich da gar nicht rein…)
Und dass Du denen ihren Teilzeitjob für Mutter mit Kindern um die Ohren gehauen hast, finde ich extrem großartig! Auch mit der Sprache kann man die Realität (zumindest versuchen zu ) ändern.
Liebe Pepa,
Ex-Arztgatte ist sofort angesprungen. Die Immobilie muss aber in Bärlin sein, nach Bayern kommt er nur nach Rosenheim.
Über die Webseite kannst du ihn ja einfach anmailen und dann telefonieren.
Die Sache mit dem Teilzeitjob hatte ich schon Frau Dr. Bühren, Präsidentin vom Ärztinnenbund avisiert, aber dann war das schon nicht mehr im Netz und ich hatte es nicht ausgedruckt. Also, wir hätten da schon das Fass aufgemacht. Ehrensache. Kann Dir nur raten, da mitzumachen. Die Mädels in Berlin sind auch ziemlich tough.Und ist auch ein schöner Ausgleich zu dem Berufsstress.
Saludos,
die Kolleschin
Hach, super! Leider weiß ich immer noch nicht, ob ich den Keller überhaupt bekomme *grummel* – nun ja, schaun mer mal…
;-)