Zoff in Rattenhausen


Sie kloppen sich.

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Das heißt, Madame Curie, die angeblich Schüchterne, verkloppt Frau Holle.
So effizient, dass Frau Holle heute beim Tierarzt unseres Vertrauens vorstellig werden musste.

Frau Holle ist diejenige der beiden Rattenmädels, die teils schon mit hoch erhobenen Ärmchen am Käfiggitter wartet, um auf die Schulter genommen und durch die Bude geschleppt zu werden. Madame Curie hingegen ist handscheu. Ob Madame Curie der Frau Holle die Ausflüge neidet, vermag ich nicht zu beurteilen – man könnte manchmal diesen Eindruck bekommen – eine Verhaltensweise, die man von Menschen ja durchaus auch kennt.

Morgen wird dann ein zweiter Käfig angebaut. Die Tiere gehen sich einfach auf den Keks. Ohne einander können sie aber auch nicht.
Auch so etwas ist ja aus dem Menschenreich nicht ganz unbekannt.


14 Kommentare zu “Zoff in Rattenhausen”

  1. da hat man ihnen ja was hübsches eingebrockt. einer ratte einen maulkorb anlegen stelle ich mir auch als sehr interessante übung vor.

    vielleicht sollte man die tierchen mit irgendeinem kraftsport auspowern. boxen, z.b., oder langlaufen (immer an der wand lang).

    vielleicht hat madame curie aber einfach irgendwann einmal eine schlechte erfahrung gemacht, und will jetzt bloss frau holle davor beschützen, irgendwann vom gleichen schicksal ereilt zu werden.

    wo kommen die damen denn ursprünglich her? das könnte vielleicht aufschluss bringen. diese viecher merken sich einfach alles, da ist es dann nicht einfach sie vom gegenteil zu überzeugen.

    kleine kinder, kleine sorgen, grosse kinder, und so weiter.

  2. Die Damen kommen wohl aus einer Tierhandlung. Keine Ahnung, wo die vorher waren (ich gehe mal davon aus, dass sie nicht dort geboren wurden).

    Heute morgen habe ich die beiden Tierchen erstmal streng separat voneinander gefüttert und heute nachmittag einen höheren Käfig besorgt.
    Irgendwie ist man ja auch verantwortlich für die kleinen Racker. ;)

  3. Och nö. Vielleicht geht‘ s nur ums Revier. Vielleicht passt der Wissenschaftlerin der Menschengeruch an der Schneeflockenverantwortlichen nicht. Hoffentlich hilft das größere Haus. Vielleicht sollte man die Wissenschaftlerin im Käfig herumtragen, bis sie von da aus auch mal auf eine Schulter will, weil… Leckereien usw… ;)

  4. Ich werde berichten.
    Einstweilen muss ich die Bisswunden der Frau Holle mit Kamillentee betupfen – was nicht so ganz einfach ist, weil sie immer anfängt am Watteträger zu saugen. Na gut, gibt’s die Kamille halt systemisch. Kann ja auch nicht ganz verkehrt sein…

    Leckereien will die Kissenschüttlerin übrigens gar nicht, wenn sie auf der Schulter sitzt. Da ist alles andere viel zu aufregend und interessant.
    Ansonsten ist sie ganz versessen auf Hundetrockenfutter.

  5. …und wer räumt die Sauerei hinterher weg? ;)

    Auch wenn ich jetzt mit einem Schlag alle Katzenfreunde gegen mich aufbringen sollte: Ich mag die Ratten lieber als die Katze. Sie sind intelligenter und kommunikativer, also hundeähnlicher als Al Katzida.

  6. och, in bezug auf kommunikation kann ich hier nicht klagen mit meinen beiden zwei. überhaupt dat julchen, dat quatscht den ganzen tag, hilft bei allem und jedem im haushalt, spricht wie ein gut erzogenes kind nicht mit fremden („du bist nicht meine mammi, und ich bin nicht da!“), und knutscht ununterbrochen, wenn es kann. dymka dafür versucht sich schon einmal mit werkzeug, liebt lastautos („kann jetzt nicht, muss zum fenster, da ist ein grosses auto!“), und in der nacht rennt er mit einer krähenfeder zwischen den zähnen und schreit gar erschröcklich (der grund dafür hat sich mir noch nicht erschlossen).
    beide können hopp und katzehand geben, heiss, nein, komm, zucki (=leckerli), pfotiküre (krallenschneiden: wenig beliebt), „da stimmt was nicht“ wenn jemand sitzt wo ich mich hinsetzen will. und der katz kann auf befehl angelehnte türen aufmachen (frau pixy schätzt das sehr).

    sie haben da mit al katzida einfach pech, meine ich, oder die dame hat ihre begabung noch nicht ausleben können.

  7. Ja, Al Katzida ist ein spezielles Exemplar.
    Ihre (leider verstorbene) Schwester war da deutlich anders. Sie ist auf Zuruf gekommen und zwar zuverlässig. Hat NIE gekratzt oder gebissen (was Al Katzida zum Glück auch nur sehr selten, aber immerhin tut), konnte Türen öffnen und Kinder trösten.
    Al Katzida versteht zwar sehr wohl ihren Namen, denkt aber nicht im Entferntesten daran, auch zu kommen, wenn man sie ruft. Al Katzida ist die unabhängige Katzendiva in Reinform – das kommt in einem Rudel mit sowohl mehreren menschlichen, als auch tierischen Mitgliedern einfach nicht so gut.
    Dabei ist sie eine recht Hübsche mit seidigem Katzenfell. Sie wäre vielleicht eher etwas für einen Singlehaushalt ohne andere Tierschaften, wo sie die uneingeschränkte Anbetung einer/s „Dosi“ genießen könnte und Einzelprinzessin wäre.
    Wir mögen und bekuscheln sie trotzdem. :)

  8. Ui, Frau Kelef,da haben Sie aber pfiffige Nützlichkeiten auf Samtpfoten. Das Trio hier ist ebenfalls sehr speziell, die können gemeinsam Hasenbeine aus zugedeckten Töpfen angeln, den Deckel dabei unbeschadet auf dem Topf zurücklassen, Speisekammer- und Schlafzimmertüren öffnen und im Chor singen.
    Auf Zuruf kommen die Kater(die ich den Panzerknackern zuordne)nicht immer zuverlässig – die Katzendame isoliert sich gern.
    Pepa, bei Euch hat doch eine unabhängige Diva ein gutes Sein…

  9. Vielleicht solltet ihr Al Katzida mal mit den Ratten alleine lassen, das bringt vielleicht den Durchbruch in der fortan lebhaften Kommunikation…

  10. Ja genau! Arme Katze. Sie ist so wenig frustrationstolerant.

    So drei Katzidas im Panzerknacker-Team stelle ich mir aber auch amüsant vor.